Informationen zum Projekt jubla.infanta

Hintergrund

Mehrere Dörfer der Küstenregion Infanta in den Philippinen wurden 2004 von einem schweren Taifun getroffen. Beim Neuaufbau wurden einige Dörfer von der gefährdeten Küste weg weiter ins Landesinnere verlegt. Früher lebten die Dorfgemeinschaften vom Fischfang, im Landesinneren ist dies nicht mehr möglich. Daher fehlt eine Ernährungsgrundlage und dies trifft insbesondere auch Kinder und Jugendliche.

Dinahican ist eines der grossen Küstendörfer in Infanta, in denen es viele kinderreiche Fischerfamilien gibt. Die grössten Probleme der armen Familien sind, dass sie die Kinder nicht ausreichend ernähren und nicht in die Schule schicken können. In der Region Infanta gibt es regelmässig Taifune mit heftigem Regen, welche die Ernten zerstören. Das Meer erlaubt das Fischen nur während sieben Monaten im Jahr.

Eine Vorschule für Kinder in Infanta

Das von der Jubla gesammelte Geld verwendet das professionelle zewo-zertifizierte Hilfswerk «Fastenopfer» in Dinahican dafür, rund 120 Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren die Möglichkeit zu geben, eine Vorschule zu besuchen.

Dies ermöglicht den Kindern zum einen den richtungsweisenden Einstieg in die Schule, zumal philippinische Kinder beim Schuleintritt bereits lesen und schreiben können müssen. Im weiteren erhalten sie mit einer warmen und vollwertigen Mahlzeit, sowie hygienischer Grundversorgung die wichtigsten Voraussetzungen für eine intakte Gesundheit.

In der ehemaligen Sakristei der Kapelle wurde mit tatkräftiger Hilfe der Eltern ein hübscher Aufenthaltsraum eingerichtet. Auch der kleine Vorplatz und die Umgebung wurden kinderfreundlich umgestaltet. Die Eltern pflanzten Blumen im Garten und bauten eine Küche und sanitäre Anlagen ein. Die Eltern zahlen einen symbolischen Beitrag von zwei Pesos pro Tag an das Essen der Kinder.

Das Projekt wird von Schwester Mafe geleitet, für die Arbeit mit den Kindern sind die Lehrerinnen Leonor und Judith angestellt. Die Krankenschwester Conny kommt regelmässig vorbei und beobachtet und behandelt die Kinder. Sie leiden an chronischen Krankheiten und haben schwache Abwehrkräfte. Für einen späteren Zeitpunkt ist auch die Mitarbeit von Jugendlichen geplant, die Freizeitaktivitäten für die Kinder organisieren sollen, ähnlich wie die Gruppenstunden bei Jungwacht Blauring.

Was bis jetzt bewirkt werden konnte

Seit Beginn der Unterstützung ist ein grosser Fortschritt sichtbar bei den Kindern, die in den Kindergarten gehen können – sie sind lebendiger und gesünder. Das Projekt hat auch der Pfarrei eine neue Dynamik gegeben. Viele Erwachsene haben erkannt, wie wichtig die Unterstützung der Kinder ist.

jubla.infanta3.jpeg

Besuche der Jubla in Infanta

Reisegruppen der Fachgruppe Philippinen haben in den Sommern 2011, 2013 und 2015 das Projekt in Dinahican besucht und sich von dessen Sinnhaftigkeit überzeugen können. Auch konnten sie Inputs aus dem Jubla-Leben (Spiele etc.) in die Vorschule einbringen. Im Sommer 2012 hat ausserdem ein Mitglied der Verbandsleitung, Anastas Odermatt, einen Einblick in die Vorschule erhalten. Er berichtet: «Vor Ort konnte ich mich davon überzeugen, dass die Kinder sehr gut betreut werden. Sie erhalten bereits im Vorschulalter Unterricht in Lesen und Schreiben, da dies in den Philippinen beim Eintritt in die 1. Klasse faktisch vorausgesetzt wird. Die Kinder bekommen täglich eine warme Mahlzeit, passende Schulkleidung und einen persönlichen Schulrucksack. Die Mütter der Kinder werden in Hygiene und Gesundheit aus- und weitergebildet. Der Dank der Kinder ist der gleiche, wie es jede Leitungsperson in der Jubla in der Schweiz kennt: lachende Gesichter, Freude, glänzende Augen.»

jubla.infanta6.jpg