Projekte – Die Jubla entwickelt sich

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J+S-Kindersport

Beweggründe

Seit Herbst 2014 arbeiten die drei grossen Kinder- und Jugendverbände Jungwacht Blauring (Jubla), Pfadi und Cevi gemeinsam an einem Konzept für den Kindersport in Kinder- und Jugendverbänden. Das Projekt wird im Auftrag von Jugend+Sport (J+S) ausgeführt und finanziert. Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren Massnahmen, die Leitende in ihrer Arbeit mit jüngeren Kindern unterstützen, auszuarbeiten und umzusetzen. Denn das Bundesamt für Sport ist weiterhin daran interessiert, die Bewegungs- und Sportförderung bei Kindern zu verbessern.

Umsetzung

Im Jahr 2015 entstand ein Überblick über den Kindersport in den Kinder- und Jugendverbänden. Leitende, Coaches, Expertinnen und Experten gaben darüber Auskunft, was sie aktuell mit und für jüngere Kinder machen und wo sie Veränderungswünsche haben. Nun geht es darum, Massnahmen auszuarbeiten, damit die ausgearbeiteten Ziele umgesetzt werden können.

Das Projekt bietet Jungwacht Blauring die Chance, sich intensiv mit dem Umgang mit jüngeren Kindern und den Angeboten für diese auseinander zu setzen. Der Austausch mit anderen Kinder- und Jugendverbänden zeigt andere Möglichkeiten auf, was zu neuen Ideen anregt.

Überarbeitung «schub»

Beweggründe

Der «schub» ist das Ausbildungsmittel für Jubla-Leiterinnen und Jubla-Leiter. Dieses beinhaltet Ausbildungsinhalte zu den Themen «Verband sein», «Gruppe leiten», «Schar leiten» und «Lager leiten». Zusätzlich existieren auf der Webseite jubla.ch Ergänzungen.

Der «schub» wurde im Jahr 2002 als erste Ausgabe herausgegeben. Das verbandsinterne Lehrmittel wurde damals notwendig, da Jugend+Sport (J+S) beschlossen hat, seine eigenen Publikationen inhaltlich stark zu kürzen. So beschloss die Jubla, ein ergänzendes verbandsinternes Lehrmittel zu erarbeiten, um den Leitenden eine umfassende Ausbildungsgrundlage inklusive Verbandsinhalte bieten zu können.

Umsetzung

Seit 2013 arbeitet die Arbeitsgruppe Schub daran, das Ausbildungsmittel ganzheitlich zu überarbeiten. Das heisst, dass die Inhalte überarbeitet, Grafiken neu gestaltet, das Konzept Ordner mit Broschüren überdenkt und den Gegebenheiten der heutigen Zeit angepasst werden. Gleichzeitig werden Inputs aus jubla.bewegt integriert.

Resultate

Das neue Ausbildungsmittel «schub» wird im Herbst 2016 fertig gestellt und in den Frühjahrskursen 2017 erstmals verwendet. 

jubla.bewegt (2011 – 2015)

Beweggründe

2011: Die Jubla ist bereit, sich fit für die Zukunft zu machen. Gutes soll bewahrt, Neues soll integriert werden. Um herauszufinden, wie diese Bewegung stattfinden kann, braucht es zuerst jedoch ein klares Bild. Das Forschungsprojekt Entwicklung Grundlagen zeigt auf, wie die Jubla funktioniert. Welche Kinder und Jugendlichen gehen in die Jubla? Welche Eltern stehen dahinter? Wer sind die Leitenden der Jubla? Die Antworten zu diesen und vielen weiteren Fragen sollen als Grundlage für das Projekt jubla.bewegt dienen.

Umsetzung

Das Projekt jubla.bewegt baute insbesondere auf dem Wissen und den Erfahrungen der Jubla-Leiterinnen und Jubla-Leiter auf. Der Austausch untereinander war ausschlaggebend, um Bewegung in den Verband zu bringen. Nach einer ersten Zukunftskonferenz testeten Scharen die Ideen der Teilnehmenden in unterschiedlichen jubla-bewegt-Projekten. Anschliessend fand eine zweite Zukunftskonferenz statt. Gemeinsam wurde entschieden, welche Ideen im ganzen Verband umgesetzt werden sollen. Daraus entstanden eine Vision und vier Strategien für die Zeitdauer von 10 Jahren.

 

Resultate

jubla.bewegt schenkte Jungwacht Blauring eine Vision und vier Strategien. Diese werden nun mittels Jahres- und Mehrjahreszielen auf allen Ebenen verfolgt. In die Verbandsarbeit fliessen ausserdem viele weitere Empfehlungen aus jubla.bewegt. So wird das Aus- und Weiterbildungsmittel «schub» überarbeitet, die Aus- und Weiterbildung der Leitenden angepasst und diverse Neustrukturierungen und Themenschwerpunkte gesetzt.

 

 

Jubla Kids (2009 – 2012)

Beweggründe

2009: Jugend+Sport (J+S) startet das Programm J+S Kids (heute J+S Kindersport) für Kinder zwischen 5-10 Jahren. Ziel ist es, die Bewegungs- und Sport bei Kindern zwischen 5-10 Jahren zu fördern. Konkret heisst dies, dass für die Lager mit Kindern von 5-10 Jahren in J+S Lagersport/Trekking finanzielle und materielle Unterstützung von J+S angeboten wird. Zudem können sich Leitende zur/zum Kids-Leitenden ausbilden lassen. Das Programm für Jugendliche zwischen 10-20 Jahren nennt sich J+S Teens (heute J+S Jugendsport).

Umsetzung

Die Jubla reagierte auf das Projekt und rief die Interessensgruppe (IG) Kids, als Untergruppe der Fachgruppe Ausbildung, ins Leben. Diese befasste sich damit, wie das neue Programm von J+S in der Jubla umgesetzt werden kann. Dabei standen folgende Ziele im Vordergrund:

  • J+S Kids Lagersport /Trekking in Jungwacht Blauring umsetzen können.
  • Möglichkeit von gemischten Lagern für Kinder und Jugendlichen im Kids- und Teens-Alter schaffen.
  • Hilfsmittel für Leitende und Coaches betreffend der Thematik Kids ausarbeiten.

 

 

Daraus entstand:

  • Das Einführungsmodul (EM) Kids, um Kids-Leitenden auszubilden.
  • Die Möglichkeit Lager für Kinder zwischen 5-10 Jahren anzumelden.
  • Die Möglichkeit gemischte Lager anzumelden (Teilnehmende zwischen 5-20 Jahren).

Resultate

Der Start von J+S Kids in der Jubla im Jahr 2010 gelang gut: Es fanden mehrere EM Kids für über 300 Leitende statt. Zudem wurden 20 Kids-Lager mit über 200 Kindern zwischen 5 - 10 Jahren realisiert. Bis im Jahr 2012 stieg die Zahl der Kids-Lager auf 31 mit über 500 Kindern. Im Jahr 2011 entstand ausserdem das Hilfsmittel «Die Kleinen in der Jubla» mit Tipps und Tricks zum Umgang mit jüngeren Kindern in der Jubla.

Jubla Plus national (2009-2011)

Beweggründe

2009: Die Studie der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Entwicklung Grundlagen (EG) – zeigt auf, dass die Mehrheit der Eltern von Jubla-Mitgliedern gut gebildet sind und ein hohes Einkommen vorweisen. Zudem sind viele römisch-katholisch und 90 % davon sind Schweizer Nationalität. Die Jubla hat also ein grosses Potenzial, sich für Kinder mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Familien zu öffnen.

Umsetzung & Resultate

Durch das Projekt «Jubla Plus national» (2009 bis 2011) ging die Jubla diesen Öffnungsgedanke konkret an. Dabei wurden folgende Ziele verfolgt:

  • Kinder mit Migrationshintergrund erleben in der Jubla Gemeinschaft
  • Die Leitenden sammeln Erfahrungen in der Arbeit mit anderen Kulturen.
  • Kinder können sich vermehrt ausserhalb der Schule treffen.
  • Jubla bietet allen Kindern, unabhängig ihrer Herkunft, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Im Rahmen von Jubla Plus wurden verschiedenste Hilfsmittel entwickelt und Pilotprojekte durchgeführt.

 

Jubla Plus national -- der Film

Entwicklung Grundlagen: Forschungsbericht über Jungwacht Blauring (2009-2011)

Beweggründe

Warum wird ein Kind Mitglied bei der Jubla? Warum nicht? Was hat dies mit Stadt-Land Unterschieden, mit der kulturellen Herkunft oder der Nationalität zu tun? Ist die Jubla überhaupt noch ein zeitgemässes Freizeitangebot?

2009: Das Projekt «Entwicklung Grundlagen» – realisiert durch die Hochschule Luzern, Soziale Arbeit – erarbeitete für die längerfristige und nachhaltige Planung der Verbandstätigkeit notwendige empirische Grundlagen, um genau diese Fragen beantworten zu können. Ein Projekt mit Pioniercharakter im Bereich der Schweizer Verbandsjugendarbeit.

 

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Umsetzung & Resultate

Die Studie ist in drei Teilstudien (A-C) und in eine Vor- und Hauptstudie unterteilt. Die wichtigsten Leitfragen lauten wie folgt:

  • Teilstudie A – Neumitglieder: Welches sind die Variablen, welche zur Teilnahme im Verband führen?
  • Teilstudie B – Pädagogik: Sind wir mit dem, was wir machen, noch zeitgemäss?
  • Teilstudie C – Jugend: Was sind Bedürfnisse von Leitenden ohne Karriereambitionen im Verband?

Die Resultate der Forschung flossen in die Projekte Jubla Plus und jubla.bewegt ein.