14. September 2017 / Dominique Weber, Teilnehmerin Krinkel, das nationale Zeltlager für Leitende der Chiro Belgien

Einfach mal wieder Kind sein

«Krinkel aquí ! Krinkel acá ! International esta!» Diesen Rufgesang hörte man täglich mehrmals auf dem riesigen Zeltplatz des Krinkels. Es ist spanisch und bedeutet «Krinkel ist hier, Krinkel ist da, das sind die Internationalen!» Die Internationalen, das sind Leitende aus diversen Ländern, wie Malta, Chile, Indien oder den Philippinen. Und auch aus der Schweiz sind wir – Matthias, Manuela und Dominique – nach Belgien ins Zeltlager gereist. Diese 100 Teilnehmende sind alle Mitglieder und Leitende von katholischen Jugendorganisation in ihrem jeweiligen Herkunftsland. Zusammen verbrachten wir sieben unvergessliche Tage in Merksplas.
Leitende aus aller Welt waren dabei, z.B. aus Dänemark, Chile, den Philippinen, Südafrika und Indien.
Leitende aus aller Welt waren dabei, z.B. aus Dänemark, Chile, den Philippinen, Südafrika und Indien.

Doch der Grossteil der 4`000 Teilnehmenden sind Leitende der Chiro Belgien. Die Leitenden sind Teilnehmende? Richtig gelesen! Das Krinkel ermöglicht all den fleissigen Leiterinnen und Leitern für eine Woche wieder Kind zu sein und an einem tollen Sommerlager teilzunehmen ohne sich um etwas Gedanken zu machen. Doch natürlich braucht jedes Lager Organisatoren, Leitende und andere Ehrenamtliche. Und ohne die wäre nichts gegangen. Ohne Leitende hätten wir uns verlaufen, keine Ahnung gehabt wann wir wo sein sollen, wie die Spiele funktionieren, woher das Material kommt und wer die Zelte aufbaut.

Spielen, essen, plaudern, raufen, lachen und am Lagerfeuer singen

Sieben Tage Zeltlager in Belgien bedeutet ein straffes und abwechslungsreiches Programm. Nachdem wir uns am Morgen den Schlaf aus den noch müden Augen gerieben und uns aus unseren Schlafsäcken gekämpft haben, begaben wir uns um 08.30 Uhr ins Zirkuszelt, um das leckere Frühstück zu geniessen. Nicht selten gab es belgische Spezialitäten wie Schokolade, Waffeln oder Spekulatius. Während dem Zmorge konnte man auch immer die Krinkelzeitung lesen, die täglich frisch gedruckt wird und über Anlässe, Gerüchte und Sternzeichen informiert.

Dann hatten wir Zeit, um uns ein Sandwich für den Mittag zu machen und unsere Gamellen abzuwaschen. Gegen 10.30 Uhr ging es schliesslich los mit dem Programm. Auch hier hat man gemerkt, dass man mit Personen aus diversen Ländern und Kulturen zusammen ist; wir Schweizer/innen wurden um 10.29 Uhr schon nervös und die Chilener/innen tauchten schliesslich gegen 10.40 Uhr langsam mal auf. Dann machten wir uns in länderdurchmischten Gruppen auf zu unserem jeweiligen ersten Aktivitäten. Dies waren zum Beispiel Kampfgames (go hard or go home!), Rollenspiele, Volkstänze und diverse Spiele. Der kulturelle Austausch kam dabei nicht zu kurz; es gab immer wieder die Möglichkeit, dass wir Tänze, Gesänge und Spiele voneinander lernen. Auch versuchten wir uns in Spanisch oder Hindi und lernten neues über die verschiedenen Kulturen.

Auch Abwaschen muss sein
Auch Abwaschen muss sein
Zelte soweit das Auge reicht
Zelte soweit das Auge reicht
Picknick mit 4`000 Personen
Picknick mit 4`000 Personen

Nach dem Znacht gab es an jedem Abend ein anderes Programm; Spiele, ein grosses Lagerfeuer, eine katholische Messe, Konzerte oder einen Rundgang durch den riesengrossen Zeltplatz. Am letzen Abend stieg eine riesen Fete mit Akrobatikshow, Konzerten und diversen Ständen der nationalen Fachgruppen. Wir hatten am späteren Abend auch jeweils Zeit, um uns zu waschen, miteinander zu diskutieren, am Lagerfeuer zu singen oder auch zum auszuruhen.

Gegen 01.00 Uhr legten wir uns dann todmüde, mit aufgeschürften Knien, blauen Flecken an den Armen, Farbe im Gesicht und Dreck an den Schienbeinen zufrieden in unser Schlafzelt.

Es war immer etwas los
Es war immer etwas los

Auch wenn wir Teilnehmende waren, konnten wir natürlich unsere Lager- und Kursleiterbrillen nicht immer absetzen. Mit viel Liebe zu Detail waren die sieben Tage wunderbar durchorganisiert. Immer wieder staunten wir wie reibungslos alles abläuft. Als wir ankamen, standen unsere Schlafzelte schon und Wasserhähnen für fliessendes Trinkwasser waren installiert. Die Küche hat jeden Tag pünktlich ein leckeres, warmes Znacht gekocht, das Material für die Spiele lag zur richtigen Zeit am rechten Ort und die chemischen Toiletten wurden täglich gereinigt.  Für die Leitenden des Krinkel gab es ein Skript in dem alle Spiele erklärt waren, alles wurde für uns auf Englisch übersetzt und die staubigen Strassen wurden regelmässig bewässert. Es gab beinahe jeden Tag eine Aktivität bei der sich alle 4`000 Teilnehmende am selben Ort getroffen haben. Diese Massenspiele, Konzerte, Lagerfeuer und Paraden durch den Zeltplatz wurden minutiös mittels Funk koordiniert. Auch der Abbau verlief «wie am Schnüerli». Wir sind beeindruckt! Danke Chiro Belgien für dieses tolle Erlebnis. Danke dass wir uns um all dies nicht kümmern mussten und einfach nur Kind sein durften.

Du bist nun brennend am Austausch mit Jugendlichen aus aller Welt interessiert? Dann sei in vier Jahren am nächsten Krinkel – oder in einem Jahr bereits am Worldcamp oder Eurocamp dabei. Melde dich jetzt schon bei der FG International für ein unverbindliches kennenlernen. Im Jahr 2018 hast du die Möglichkeit, Mitglieder der Chiro Philippinen während ihrem Besuch in der Schweiz kennenzulernen. Bleibe informiert mit einem «Gefällt mir» auf unseren Facebooksseiten «Jubla International» und «Partnership Chiro Philippines & Jubla Switzerland».

Die ganze Gruppe der internationalen Teilnehmenden
Die ganze Gruppe der internationalen Teilnehmenden