27. Oktober 2017 / Aline Hürlimann, Vera Hürlimann, Sophie Lieb, Blauring Meggen

Eurocamp 2017: Denkanstösse, neue Freunde und gute Stimmung

Drei Jubla-Mitglieder machten sich letzten August auf den Weg nach Wien. Was sie erwarten würde, war ihnen noch ungewiss. Die Vorfreude andere Jugendorganisatoren kennen zu lernen und mehr über sie zu erfahren, war gross. Unter dem Motto «Open the dialogue» sollte der internationale Austausch zwischen den Fimcap Jugendorganisationen gefördert werden. Im Fokus stand der Umgang mit der aktuellen und weltweiten Flüchtlingssituation.

Ab nach Wien

In wild durchmischten Gruppen wurden wir spielerisch an das Thema herangeführt. Mit Hilfe eines Spieles der Caritas konnten wir den Weg eines Flüchtlings bei seiner Flucht nachstellen und uns in seine Situation hineinversetzen. Am Tag darauf besuchten wir Flüchtlinge, die auf Asyl in Österreich warten. Zu unserem Erstaunen war der Umgang mit ihnen sehr locker und wir konnten zusammen verschiedensten Spiele machen, trotz Sprachbarriere. Die Flüchtlinge lernten schon bald Deutsch und sprachen bereits fliessend. Nicht aber die Mehrheit der Eurocamp-Teilnehmenden. So dienten wir Schweizer, deutschen und österreichischen Teilnehmenden als Übersetzer/innen. Eine Person jeder Nation war eingeladen, mit unbegleiteten Jugendlichen (16- 18 Jahren) aus einem Flüchtlingsjugendzentrum zu Abend zu essen. Wir brachten den jugendlichen Flüchtlingen unseren Lagertanz bei und diese revanchierten sich mit einem arabischen Song und persischen Rap. Nach diesem Tag waren wir alle überflutet mit Eindrücken. Die wunderbaren Begegnungen und Gespräche werden bestimmt lange in unseren Köpfen bleiben.

Sophie durfte mit einer Gruppe Flüchtlinge zum Nachtessen.
Sophie durfte mit einer Gruppe Flüchtlinge zum Nachtessen.

Austausch mit Jugendlichen und Flüchtlingen

Doch schon am Tag darauf ging es weiter mit dem Austausch. Wir erhielten die Chance, mit vier externen Personen über die Flüchtlingssituation in Österreich zu sprechen. Eingeladen war eine Frau der Flüchtlingsadministration Österreichs, eine Einwohnerin, die im Dorf in einer Flüchtlingsunterkunft mithalf, eine ehemals Flüchtende und nun Asylantin und die Präsidentin der katholischen Jungschar Österreichs. Wir bombardierten sie regelrecht mit Fragen und erhielten ausführliche Antworten. Unser Fazit: Die Kommunikation zwischen Einwohner/innen, Staat und Flüchtling muss verbessert werden, sodass die Solidarität in den betroffenen Ländern gestärkt werden kann.

Was tun?

In grossen und kleinen Gruppen, mal Länderdurchmischt, mal nur in der eigenen Organisation, besprachen, diskutierten, reflektierten, hinterfragten und planten wir. Zusammen wollten wir ein Projekt zur Förderung des Austauschs auf die Beine stellen: Ein Projekt, dass jede Organisation zuhause umsetzen kann, mit dem Ziel möglichst viele Personen über die aktuelle Flüchtlingssituation zu informieren. Zusammen erstellten wir eine Facebook-Seite, auf welcher regelmässig gepostet und monatlich ein Video mit Fragen und Antworten zum Thema «Open the dialogue» heraufgeladen wird.

Jeden Monat betreut eine andere Organisation die Webseite und präsentiert ihre Aktivitäten und Arbeiten zum Thema. Ein kurzes Einführungsvideo erklärt den Interessierten was das Eurocamp ist und gibt einen Einblick in unsere Lagerwoche. So wollen wir die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam machen und Jugendverbänden Ideen liefern, wie sie wiederum ihren Verein informieren und sensibilisieren können.

Let the topic spread worldwide!

Für weitere Auskünfte zum Eurocamp oder falls du nächstes Jahr an einem internationalen Lager teilnehmen möchtest, melde dich bei der Fachgruppe International unter international(at)jubla.ch.

Die Schweizer Vertretung: Aline, Vera und Sophie vom Blauring Meggen
Die Schweizer Vertretung: Aline, Vera und Sophie vom Blauring Meggen

Mehr Informationen

Die Jubla ist Mitglied bei FIMCAP, der internationale Dachverband für katholische Jugendorganisationen. Die Fachgruppe International vertritt in diesem Gremium Jungwacht Blauring Schweiz, tauscht sich mit anderen Mitgliedsorganisationen aus und lässt deren Erfahrungen und Wissen in die Jubla zurückfliessen. Wenn eine Jubla-Schar Interesse an einem Lager im Ausland hat, steht die Fachgruppe International zur Verfügung, um die Kontakte zu Jugendorganisationen im entsprechenden Land herzustellen. Besonders in Europa steht allen Jubla-Mitgliedern ein grosses Netzwerk zur Verfügung. Zudem finden jedes Jahr internationale Lager, Kurse und Veranstaltungen statt, an denen Jubla-Mitglieder teilnehmen können.

Weitere Informationen und regelmässige Neuigkeiten findest du unter:

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